Gesunde Katzen, die sich wohlfühlen. Das ist die Voraussetzung für ein angenehmes Miteinander mit Ihrem vierbeinigen Freund...

Sie möchten lieber nicht die Katze im Sack kaufen? Das ist eine weise Entscheidung. Denn Katze ist nicht gleich Katze, das wissen alle Katzenfreunde bestens. Und das Zusammenleben mit einem vierbeinigen Hausgenossen kann sehr intensiv werden. Rassekatzen zeigen neben den typischen äußerlichen Merkmalen auch zu ganz bestimmten Charaktereigenschaften. Am besten fahren Sie mit Zuchtkatzen aus seriösen Hobbyzuchten. Denn diese Katzen sind meistens sehr menschenbezogen und durch ihre Aufzucht bestens für das Zusammenleben mit Menschen geeignet. Der Züchter kennt normalerweise jeden seiner Schützlinge genau und kann Ihnen auch über die Charaktereigenschaften Auskunft geben. So können Sie den passenden Hausgenossen ganz sorgfältig auswählen.
Es sollten allerdings einige Überlegungen angestellt werden, bevor Sie sich entscheiden eine Katze zu sich aufzunehmen:

Bin ich bereit möglicherweise die nächsten 15-20 Jahre mich um eine Katze zu kümmern?

Wer kümmert sich um das Tier wenn ich im Urlaub bin oder kann ich es mitnehmen?

Bin ich bereit evtl. viel Geld für das Tier auszugeben wenn es krank wird?...

Zu all diesen Themen und etwas darüberhinaus möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick geben, damit Sie ein gutes und angenehmes Zusammenleben mit Ihrem Vierbeiner haben!

Entstehung der BKH

Vermutlich stammen sie von englischen Straßenkatzen ab, die die Römer etliche Jahrhunderte zuvor mit nach England gebracht haben.  1865 beginnt in England gezielt Zucht der Britisch Kurzhaar). Schon am 13. Juni 1871 waren im Kristallpalast in London auf der weltweit ersten Katzenausstellung  die ersten BKH in ein paar unterschiedlichen Farbvarianten dabei. Durchgführt wurde diese Ausstellung von Harrison Weier, der auch die ersten Standarts erstellte und die Katzen in verschiedene Kategorien einteilte.

Ca. um das Jahr 1900 änderte sich der Geschmack der Englischen Katzenliebhaber, woraufhin die BKH hauptsächlich in der Farbe blau oder auch „British Blue“  gezüchtet wurde.

Auch heute noch kennen die meisten Menschen die Britisch Kurzhaar Katzen v.a. unter dem Begriff „Kartäuser“ . Von 1970 - 1977 waren die beiden Rassen Chartreux und Britisch Kurzhaar in der der FIFe zusammengefasst worden, da nach dem 2. Weltkrieg die sehr beliebte Katzenrasse BKH vom Aussterben bedroht war und es wurden Perser und Chartreux eingekreuzt. Die Chartreux-Züchter hatten aufgrund des Krieges ebenfalls große Sorgen um den Fortbestand ihrer Rasse weshalb sie Briten in ihre Chartreux einkreuzten. Dadurch wurden die beiden Rassen immer ähnlicher was dazu führte, das die FIFe 1970  beschloss diese beiden Rassen zu einer Kategorie zusammenzufassen. Die Rasse nannte man seitdem „Britisch Kurzhaar“, die blauen Briten erhielten den Zusatz „Kartäuser“.

1977 wurde dieser Beschluss von der FIFe zurückgenommen und beide Rassen wurden wieder strikt voneinander getrennt.

In den meisten Vereinen werden die blauen Briten auch heute noch als Britisch Blau/Kartäuser bezeichnet. Natürlich sorgt das bei vielen Menschen für Verwirrung  und auch heute sind die Chartreux Züchter davon nicht begeistert. Allerdings ist es eben so, dass, wenn ein Liebhaber von einem „Kartäuser“ spricht, meint er in aller Regel die bärchenhaften blauen Britischkurzhaar Katzen.

Auch heute noch zählt die BKH zu den beliebtesten Katzenrassen. Wenn wir da nur mal an die Werbung denken: egal ob Sheba, Whiskas oder Catsan....alle bedienen sich, wenn auch in unterschiedlichen Farben, den wunderschönen Briten.

Das Wesen der Britisch Kurzhaarkatze

Die BKH sind eher ruhige ausgeglichene Hausgenossen die sich sehr gut in die Familie integrieren. Zwar sind sie anpassungswillig, jedoch, wie jede Katze auch, auch eigenwillig. Sie sind sehr menschenbezogen und kinderlieb, da sie kaum kratzen oder beißen. Die BKH ist die ideale Katze für die Wohnungshaltung, denn mit Ihrem unkomplizierten Wesen und ihrer freundlichen Art ist es ein leichtes mit ihr in einer harmonischen Hausgemeinschaft zu leben. Dennoch freuen sich die Briten auch über ein Sonnenstündchen auf dem Balkon.

 

Erscheinungsbild der Britisch Kurzhaar

Die BKH gibt es in einer großen Farbenvielfalt. In der FIFe gibt es ca. 194 zugelassene Farbvarietäten, angefangen von den Einfarbigen in Schwarz, Blau, Rot, Creme, Chocolate, Lilac, Weiß über Bi-, und Tricolor, Silver, Golden, Shaded, Chinchilla, Smoke, Points und Tabby´s in unwahrscheinlich vielen Varietäten. Mit orangenen Augen oder bei einigen Farben auch mit grünen oder blauen Augen oder auch die Odd Eyed Variante (zweifarbige Augen eines blau das andere orange) weißen Katzen.

Der Körperbau der BKH ist eher kompakte, mit breiten Schultern, kurzen kräftigen Beinen auf runden Pfoten, einem massiven runden Kopf mit einem kräftigen Kinn und vollen Wangen. Die Ohren sollten ehr klein und weit platziert sein, die Augen groß und rund, die Nase breit, kurz und gerade mit einer leichten Einbuchtung jedoch kn Stop wie bei einem Perser. Der Schwanz sollte kurz und kräftig sein breit am Ansatz und rund an der Spitze. Die Kater wiegen normalerweise zwischen 5 und 8 Kilo, die Kätzinnen zwischen 4 und 6 Kilo.

Das Fell eines Briten solle kurz, dicht und griffig sein und eine gute Unterwolle haben. Das Fell wird auch als „crispy” bezeichnet.

Rassestandard Britisch Kurzhaar

Allgemeingröße: groß bis mittelgroß

Kopfform: rund und massiv mit breitem Schädel

Nase: kurz, breit und gerade mit einer leichten Einbuchtung, jedoch kein Stop wie bei den  "Exotic"

Kinn: kräftig

Ohrenform: klein und an den Spitzen leicht abgerundet

Platzierung: weit gestellt

Augenform: groß, rund, weit geöffnet und weit auseinander gesetzt

Augenfarbe: kupferfarben oder dunkelorange, blau, odd eyed, grün oder blaugrün (grün bevorzugt). Die Augenfarbe ist an die Fellfarbe gebunden.

Hals: der Kopf sitzt auf einem kurzen, sehr kräftigen und gut entwickelten Hals

Körper: muskulös, gedrungen. Breite Brust, Schultern und Rücken stark und kräftig.

Beine: kurz und stämmig

Pfoten: rund und kräftig

Schwanz: kurz und dick, leicht gerundet an der Spitze

Fellstruktur: kurz und dicht, nicht flach anliegend und mit guter Unterwolle. Die Textur soll fest im Griff sein.

Farbe: jedes Haar sollte bis zur Wurzel einheitlich in der Farbe sein, ausgenommen bei den Tabby- u. Silbervarietäten

Unsere Farbvarianten

Schwarz BRI-n

Fellfarbe: kohlschwarz, einheitlich von den Haarspitzen bis zu den Haarwurzeln, ohne jede rostige Spuren, ohne weiße Haare oder andere Musterungen. Keine graue Unterwolle.

Nasenspiegel: schwarz

Fußballen: schwarz

Augenfarbe: orange bis kupferfarben

Anmerkungen: Jungtiere haben bis zu 5 - 6 Monaten oft eine sehr schlechte Farbe. Ihr Fell ist grau, rostig oder mit weißen Haaren gestichelt. Diese Jungtiere werden oft exzellente schwarze Erwachsene.

Blau BRI-a

Fellfarbe: alle Farbtöne von blaugrau, einheitlich und gleichmäßig in der Farbe, ohne jede weiße Haare, Schattierungen oder andere Musterungen. Ein hellerer Ton von Blaugrau wird bevorzugt.

Nasenspiegel: blaugrau

Fußballen: blaugrau

Augenfarbe: orange bis kupferfarbe

Black silver tabby spotted BRI- ns 2464

Fellfarbe: Grundfarbe einschließlich Lippen und Kinn hellsilberfarben. Zeichnung tiefschwarz. Ausgeprägte Tupfen auf Körper und Beinen sind äußerst wichtig, wobei die Tupfen rund, länglich oder rosettenförmig sein dürfen. Unabhängig von Form und Platzierung müssen die Tupfen deutlich abgegrenzt sein.

Kopf: Stirnzeichnungen in Form des Buchstabens "M". Durchgehende Linie nach hinten, vom Augenaußenwinkel ausgehend. Leichte Wirbel auf den Wangen.

Schwanz: Tupfen oder unterbrochene Ringe wünschenswert.

Nasenspiegel: ziegelrot mit schwarzer Umrandung

Fußballen: schwarz, schwarzer Sohlenstreifen

Augen: grün oder haselnussfarben, schwarze Augenumrandund

 



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